1. Grundsätze einer schweizerischen Gesundheitspolitik
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- Kein Bewohner der Schweiz soll wegen Krankheit oder Unfall in Not geraten - die medizinische Basisversorgung muss angemessen sein und bezahlbar bleiben
- Die Eigenverantwortung muss im Zentrum stehen
- Der Staat ist grundsätzlich kein Anbieter von medizinischen Leistungen
- Der Staat erlässt die notwendigen Rahmenbedingungen (Lehre, Forschung, Notfallversorgung)
- Die Qualität der Schweizer Medizin bleibt unantastbar
- Rationierungen im Gesundheitswesen wird enttabuisiert und thematisiert
2. Ist - Zustand
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- Unvernünftige ständige Leistungsausweitung: Eine limitierte Prämie kann nicht für eine unlimitierte Leistung herhalten: Leistungsausbau weckt die Begehrlichkeit und begräbt die Eigenverantwortung
- Fehlende Kostentransparenz auf allen Ebenen: Spitalwesen, Krankenkassen
- Wettbewerbsverzerrung durch Spitalsubventionen: Gefährdung der privaten Versorgung durch den Ausbau subventionierter Leistungen an öffentlichen Spitälern
- Überbordende Regulierung: Verbaut die Zukunft des Forschungsstandortes der Schweiz, speziell im pharmazeutischen Markt
- Verwaltungs-Explosion": Grosse Zunahme administrativer Leerläufe
- Unhaltbare Rolle der Kantone: Die Kantone sind Leistungserbringer, Kontrolleure, Beschwerdeinstanz, Richter und Zahler
- Bedrohung der Solidarität: bei Zusatzversicherungen. HMO, HA-Modellen
- Auf dem Weg zur Staatsmedizin: Systematische Aufblähung der Grundversicherung mit vorgezeichneter "Rettung" durch den Staat
3. Lösungsansätze
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- Förderung der Eigenverantwortung durch eine minimale Grundversicherung mit essentiellen Leistungen, freiwillige Versicherung weitgehender Ansprüche
- Wahlfreiheit für den Patienten: Freie Arzt- und Spitalwahl
- Mängel im KVG: Korrekturvorhaben im KVG im Sinne einer wettbewerbsorientierten Gesundheitspolitik
- Sicherheit für Härtefälle durch ein soziales Auffangnetz von Kantonen und Gemeinden
- Freier Wettbewerb der Anbieter
- Subjektbezogene Finanzierung: z.B. fixe Staatsbeiträge pro Hospitalisation oder pro Versicherten und damit vermehrte Kostentransparenz vor allem im Spitalbereich
4. Am Anfang stand die gemeinsame Überzeugung
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1993 gründeten Ärztinnen und Ärzte aus der Region Luzern die Vereinigung PULSUS. Pate stand dabei die Überzeugung, dass mündige Patientinnen und Patienten ein Anrecht auf ein freiheitlich organisiertes Gesundheitswesen haben. Innert kurzer Zeit schlossen, sich der Organisation 150 Ärzte und Vertreter verwandter Berufe aus der Region Zentralschweiz an. Weil die gesundheitspolitisch wichtigen Entscheide heute mehr und mehr auf nationaler Ebene gefällt werden, richtet sich PULSUS 1999 gesamtschweizerisch aus.
5. Für die Gesundheit der Bevölkerung
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Ein gesundes Gesundheitssystem ist die Voraussetzung für eine optimale medizinische Versorgung der Bevölkerung. Mit ihrer Arbeit setzt sich die Vereinigung PULSUS deshalb nicht nur für die Interessen der gesundheitspolitischen Leistungsträger, sondern auch für die Volksgesundheit ein. Je effizienter die medizinische Versorgung organisiert ist, desto besser ist das Kosten/Nutzenverhältnis für den einzelnen Prämienzahler. Durch die konsequente Einflussnahme bei gesundheitspolitischen Fragen im Sinne eines mehrheitsfähigen Konsenses, leistet PULSUS einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung und zur Weiterentwicklung eines Gesundheitsapparates, der auf die Bedürfnisse der Bevölkerung abgestimmt ist. Von den PULSUS-Aktivitäten profitiert somit auch der Einzelne.
6. Im Mittelpunkt steht der Patient
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"Das Wohl der Patienten steht im Mittelpunkt unserer Arbeit". Dieses Credo verbindet die PULSUS-Mitglieder. PULSUS setzt sich deshalb nicht nur für die Interessen der gesundheitspolitischen Leistungsträger, sondern auch für die Patientenschaft ein. Das Vertrauensverhältnis zwischen medizinischen Betreuern und Patienten gehört zur Basis eines gesunden Gesundheitssystems. Mit dieser Überzeugung leistet PULSUS einen wichtigen Beitrag zur Verständigung zwischen der Patientenschaft und dem Gesundheitsapparat. Von den PULSUS-Aktivitäten profitieren somit auch die Patientinnen und Patienten.
7. Direkter Draht zur gesundheitspolitischen Basis
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Aufgrund ihrer unabhängigen Stellung ausserhalb der standespolitischen Organisationen, ist PULSUS ein objektives Spiegelbild für gesundheitspolitische Fragen. Die PULSUS-Mitglieder repräsentieren die Basis der medizinischen Versorger. Sie sind tagtäglich mit den Problemen, Anforderungen und Entwicklungen im gesundheitlichen Bereich konfrontiert. Für die politische Arbeit ist es wichtig, einen möglichst direkten Draht zur "Basis" zu haben und deren Befindlichkeit zu kennen. Insofern ist der Kontakt zu PULSUS auch für die politische Entscheidungsfindung wertvoll. PULSUS ist sich dieser Rolle bewusst und ist bereit, für eine unbeeinflusste Entscheidungsfindung die Türen zu öffnen.
8. Unabhängiger Ansprechpartner
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PULSUS kann ungezwungen zu gesundheitspolitischen Fragen Stellung nehmen. Verpflichtet ist die Vereinigung dabei nur ihren Mitgliedern und der Patientenschaft. PULSUS vertritt einen vernunft- und sachorientierten Kurs auf der Basis freier Marktwirtschaft. Die Vereinigung ist darauf ausgerichtet, gesundheitspolitische Entwicklungen mitzuprägen und Entscheidungen mitzutragen. In diesem Sinne hat sich PULSUS in den letzten Jahren als kompetenter Ansprechpartner innerhalb der Ärzteschaft und gegen über Medien, Behörden und den gesundheitspolitischen Entscheidungsgremien profiliert.
9. Plattform für eine intensive Auseinandersetzung
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Die Diskussion über das Schweizerische Gesundheitswesen wird auf breiter Ebene geführt. PULSUS bietet deshalb nicht nur Ärztinnen und Ärzten eine gemeinsame Plattform, sondern auch allen anverwandten Berufsvertretern, Verbände und Organisationen. In diesem Sinne sind Fachleute aus der Pflege, aus der Zahnmedizin, aus dem Pharma- und dem Versicherugsbereich Mitglied bei PULSUS. Grundsätzlich steht PULSUS allen Einzelpersonen und Gruppierungen aus dem Gesundheitsbereich offen, die sich für eine freie, soziale verantwortbare Gesundheitspolitik engagieren möchten.
10. Gezielt und professionell Einfluss nehmen
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Seit ihrer Gründung 1993 hat sich die Vereinigung PULSUS stetig weiterentwickelt. Zu Beginn war sie vor allem ein Forum für die interne Diskussion über gesundheitspolitische Themen und eine Informationsdrehscheibe für die Mitglieder. Eine Austauch- und Info-Plattform ist PULSUS heute noch. Weit stärker als zu Beginn ist die Vereinigung jedoch auch eine Organisation, die im Sinne ihrer Mitglieder zu gesundheitspolitischen Fragen Stellung bezieht. Die Instrumente sind Öffentlichkeitsarbeit, Lobbying und gezielte Aufklärung. Dabei legt PULSUS sehr viel Wert auf eine professionelle Arbeitsweise.
11. Vier Eckpfeiler als klare Basis
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Wer in gesundheitspolitischen Fragen eine klare Linie vertreten will, muss eine klare Basis haben. PULSUS legt deshalb offen, was die Vereinigung unter dem Denkansatz einer freien, sozial vertretbaren Medizin verstehen und formuliert Leitgedanken zur Schweizerischen Gesundheitspolitik. Ebenso scheut sich PULSUS nicht, aktuelle Probleme beim Namen zu nennen. Eine kritische Auseinandersetzung muss Alternativen entwickeln, sonst wird sie unglaubwürdig: PULSUS setzt sich deshalb für praktikable Lösungsansätze ein.
1. Denkansatz einer freien, sozial verantwortbaren Medizin
2. Leitgedanken zur Schweiz. Gesundheitspolitik
3. Die PULSUS-Meinung zu aktuellen Problemen
4. Lösungsansätze
12. Nur wer sich regt, bewegt
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Wichtige gesundheitspolitische Entscheide werden heute gefällt, ohne dass die Leistungsträger aus dem Gesundheitsbereich direkt in die Entscheidungsfindung eingebunden werden. PULSUS hat sich deshalb zum Ziel gesetzt, gezielt Einfluss zu nehmen. Die Vereinigung verfolgt die aktuelle Diskussion äusserst aufmerksam, stellt die Fakten intern zur Diskussion und nimmt auf- grund der Meinungsbildung der Mitglieder zu aktuellen Fragen Stellung. PULSUS vertritt dabei die Sichtweise der gesundheitspolitischen Leistungsträger - und damit die Interessen einer mündigen Patientenschaft.
13. Am PULSUS der Gesundheitspolitik
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Als Zusammenschluss von Ärzten verschiedenster Fachrichtungen und Vertretern anverwandter Berufe und Bereiche, ist PULSUS ein breit abgestütztes Kompetenzzentrum, dessen Mitglieder täglich hautnah mit gesundheitspolitischen Fragen konfrontiert werden. Diese Expertenschaft nutzt PULSUS, um mit der Öffentlichkeit in Dialog zu treten. Die intensive Ausein- andersetzung mit gesundheitspolitischen Fragen während der letzten Jahren hat PULSUS auf dem öffentlichen, wie auf dem politischen Parkett Aner- kennung eingetragen. Heute ist PULSUS ein gesch- ätzter und gefragter Ansprechpartner und eine wert- volle Info-Tankstelle; für Medien und Entscheidungs- träger in Gesundheitsbereich gleichermassen.
14. Bisherige PULSUS-Aktivitäten
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- Symposien
- Politische Arbeit
- Medienarbeit
15. Kontaktaufnahme erwünscht
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Von der rechtlichen Form her ist PULSUS ein Verein. Der erste Kontakt findet deshalb in der Regel über ein Vorstandsmitglied statt
Vorstandsmitglieder
16. Was bringt PULSUS seinen Mitgliedern ?
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PULSUS ist eine standespolitisch, geographisch und parteipolitisch unabhängige Plattform. Für die Mitglieder hat dies Vorteile:
- PULSUS ist "neutraler Boden"
- PULSUS ist ein offenes Diskussionsund Informations-Forum
- PULSUS verbindet Leistungsträger aus dem Gesundheitswesen, die sonst keinen Erfahrungsaustauschmiteinander pflegen
- PULSUS ermöglicht eine qualifizierte Auseinandersetzung mit gesundheitspolitischen Themen
- PULSUS anerkennt die Expertenschaft seiner Mitglieder
- PULSUS vertritt die Interessen seiner Mitglieder gegenüber der Öffentlichkeit, den Medien und den Entscheidungsträgern im gesundheitlichen Bereich
17. Was kostet PULSUS ?
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Ideell
PULSUS lebt vom Engagement seiner Mitglieder und von einem aktiven Vorstand, der die anvisierten Ziele professionell umsetzt. Jedes PULSUS-Mitglied leistet durch seine aktiven Auseinandersetzung mit gesundheitspolitischen Fragen und durch die Einbringung seiner Erfahrungen ins Forum einen wichtigen Beitrag zur Zweckerfüllung der Vereinigung.
Finanziell
Der Jahresbeitrag beträgt 750 Franken. Für Ärzte bis und mit 5. Praxisjahr gilt ein reduzierter Beitrag von 500 Franken.