Medienmitteilung PULSUS: «Einheitskassen sind nicht die Lösung»

Immer mehr Kantone liebäugeln mit der Einführung von Einheitskrankenkassen. Die Vereinigung PULSUS spricht sich klar dagegen aus. Mit der Einführung kantonaler Einheitskassen können die derzeitigen Probleme im Gesundheitswesen nicht behoben werden, im Gegenteil: Der Wegfall des freien Marktes würde jeglichen Wettbewerb ausschalten.

Man soll den Teufel nicht mit dem Beelzebub austreiben, heisst es im Volksmund. Genau dies versuchen offenbar immer mehr Kantone, im Gesundheitswesen zu tun. Nach der Ostschweiz haben nun auch der Kanton Schwyz und der Kanton Luzern die Idee einer kantonalen Einheitskrankenkasse aufgegriffen. Für die Vereinigung PULSUS sind diese Bestrebungen ein Affront gegenüber dem Schweizer Stimmvolk. Es ist nicht einmal drei Jahre her, seit die Schweizer Stimmberechtigten mit der erdrückenden Mehrheit von 71 Prozent Nein-Stimmen gesagt haben zur Einführung einer Einheitskasse. Und dies mit guten Gründen.

Einheitskassen lösen die Probleme im Gesundheitswesen nicht. Das haben die Stimmberechtigten richtig erkannt. Die negativen Auswirkungen der Billigkassen und ihrer Jagd nach guten Risiken müssen und können mit einer Neugestaltung des Risikoausgleichs gelöst werden. Mit Einheitskassen können auch die Verwaltungskosten nicht gesenkt werden.

Unser Gesundheitswesen leidet bereits heute an überbordenden staatlichen Regulierungen und einer ausufernden Bürokratie. Mit der Einführung von Einheitskassen wären wir definitiv in der sozialistischen Planwirtschaft angelangt. Deren Folgen kennt man aus andern europäischen Ländern bereits. Die Ausschaltung jeglichen Wettbewerbs führt zur Verweigerung notwendiger medizinischer Leistungen, langen Wartezeiten und schlechter Versorgung. Nur wer sich teure Zusatzversicherungen leisten kann, hat noch Zugang zu einer ausreichenden Versorgung. Wollen wir eine ungerechte Zweiklassenmedizin in der Schweiz? Die Stimmberechtigten haben die Antwort bereits gegeben: am 11. März 2007 mit 71 Prozent Nein-Stimmen zur Einführung einer Einheitskrankenkasse!

Präsident PULSUS, Dr. med. Hans Notter
Tel. 041 360 06 33 Luzern,
09. März 2010

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